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Landtag: Langzeitstudiengebühren sind unsozial

Wie mehrere Medien berichten, will die CDU-Opposition im rheinland-pfälzischen Landtag wieder sogenannte Langzeitstudiengebühren einführen. Hierzu erklärt Julian Theiß, hochschulpolitischer Sprecher der rheinland-pfälzischen LINKEN:

„Die Forderung nach Langzeitstudiengebühren geht an der Lebensrealität vieler Studierender vorbei. Laut Statistischem Bundesamt haben 2014 nur 40 % der Studierenden ihr Studium innerhalb der sogenannten Regelstudienzeit abgeschlossen. Kein Wunder, ist die Regelstudienzeit doch viel zu kurz: Gerade Studierende aus Familien mit niedrigem Einkommen müssen neben dem Studium arbeiten, weil das BaföG nicht reicht, um Leben und Studium zu finanzieren. Neben Job und etwaigen Ehrenämtern bleibt dann oft nicht die Zeit, das Studium wirklich als Vollzeitstudium wahrzunehmen. Studiengebühren schließen gerade Studierende aus Nichtakademiker-Haushalten und einkommensschwachen Familien durch Langzeitstudiengebühren von akademischen Bildungsgängen aus. Wir wollen keine weiteren Hürden in unserem sowieso schon selektiven Bildungssystem. Stattdessen brauchen wir ausfinanzierte Hochschulen und Bildungsgänge. Auch hier gilt: Die schwarze Null gefährdet Investitionen in die Zukunft."

DIE LINKE Rheinland-Pfalz will kostenfreie Bildung. Deshalb wehren wir uns gegen den Ruf nach Langzeitstudiengebühren und stehen für die Abschaffung der Zweitstudiengebühr. Wir wollen ein Studium, das nicht auf möglichst schnelle Verwertbarkeit, sondern auf die Vermittlung von qualitativ hochwertiger Bildung ausgelegt ist. Hierfür braucht es keine unrealistischen Regelstudienzeiten oder Langzeitstudiengebühren, sondern Zeit zum Lernen sowie ein elternunabhängiges BAföG, das zum Leben reicht. Hierfür setzen wir uns in den Ländern und im Bund seit Jahren ein.

 

Redaktion

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