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Flüchtlinge in Lebach - Saarland

Ankunftszentrum für Flüchtlinge in Lebach eröffnet

Am gestrigen Freitag hat der saarländische Innenminister Klaus Bouillon gemeinsam mit dem Leiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Frank-Jürgen Weise, offiziell das "Ankunftszentrum Lebach" in Betrieb genommen – als eines der ersten Deutschlands.

Die "gemeinsame Behörde", in der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesverwaltungsamtes Saarland (LaVA) und des BAMF arbeiten, ermöglicht eine schnellere Bearbeitung von Asylanträgen.

"Durch die Entscheidung des BAMF und des Saarlandes, ein gemeinsames Ankunftszentrum zu betreiben, gelingt es uns, schneller und auch weiterhin mit der gebotenen Sorgfalt über Asylanträge zu entscheiden. Vor allem Menschen mit guter Bleibeperspektive werden innerhalb von wenigen Tagen ihren Asylbescheid erhalten", erklärt Innenminister Klaus Bouillon. "Und für diejenigen, die aus sicheren Herkunftsländern zu uns kommen, können ebenso schnell aufenthaltsbeendende Maßnahmen eingeleitet werden." 

Das Ankunftszentrum, ist ein erster Bestandteil der "gemeinsamen Behörde", in dem insgesamt fast 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landes und des Bundes zusammenarbeiten. Im Saarland gibt es die Besonderheit, dass mithilfe einer Ausnahmeregelung Landesbedienstete mit der Software des Bundes arbeiten.

Im Ankunftszentrum kann bei Menschen mit sehr guter Bleibeperspektive sowie Antragstellenden aus sicheren Herkunftsländern mit eher geringen Bleibeaussichten in der Regel vor Ort innerhalb von 48 Stunden angehört und über den Asylantrag entschieden werden.

Ergänzend dazu bietet die Bundesagentur für Arbeit (BA) in der Landesaufnahmestelle ein auf Asylbewerberinnen und Asylbewerber zugeschnittenes Beratungsangebot direkt im Anschluss an die Asylantragstellung und stellt somit die Weichen für eine schnellere Integration der Menschen in den Arbeitsmarkt.

Auch BAMF-Chef Weise ist von der Bündelung der Prozesse im "Ankunftszentrum Lebach" überzeugt: "Ich freue mich, dass damit die gute Zusammenarbeit zwischen dem Saarland und dem Bundesamt weiter vertieft wird. Wir werden gemeinsam dazu beitragen, die Bearbeitung der Asylanträge deutlich zu beschleunigen."

Redaktion

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