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SPD will Nichtraucherschutz und Prävention bei Jugendlichen und Schwangeren verstärken

„Rauchen macht abhängig und krank – das ist mittlerweile eine Binsenweisheit. Umso wichtiger ist es, besondere Risikogruppen zu schützen. Die höchste Raucherquote unter Jugendlichen, ein starker Anstieg bei Schwangeren: Mit solchen ,Spitzenwerten‘ für Sachsen-Anhalt dürfen wir uns auf keinen Fall abfinden.“ Das erklärte die Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Katja Pähle, im Vorfeld der beginnenden Landtagssitzung.

 

Die Koalitionsfraktionen bringen auf Initiative der SPD den Antrag „Sachsen-Anhalt atmet auf – Nichtraucherschutz und Prävention verstärken“ in den Landtag ein. Das Ziel ist ein Gesamtkonzept für ein Anreiz-, Interventions- und Begleitsystem insbesondere für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Schwangeren.

 

Die Reduzierung von Tabakkonsum ist ein definiertes Gesundheitsziel des Landes Sachsen-Anhalt. Pähle verwies auf die aktuelle Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage zum Nichtraucherschutz. Daraus gehe hervor, dass es zwar auf verschiedenen Ebenen Präventionsangebote gebe, „aber ein Gesamtkonzept, das der besonderen Herausforderungen in Sachsen-Anhalt gerecht würde – das fehlt.“

 

Katja Pähle: „Unser Nichtraucherschutzgesetz ist jetzt fast zehn Jahre alt. Das hat viele Fortschritte gebracht. Es ist aber nicht zu übersehen: Für unsere Präventionsziele brauchen wir jetzt neuen Ehrgeiz. Kinder und Jugendliche werden durch Rauchen nicht nur stärker geschädigt, sie laufen auch stärker Gefahr, abhängig zu werden. Und wer in der Schwangerschaft raucht, gefährdet besonders das ungeborene Kind. Über diese Gefahren müssen wir wieder verstärkt aufklären – im Interesse der Betroffenen, aber auch wegen der hohen gesellschaftlichen Kosten, die durchs Rauchen entstehen.“

 

Über den Antrag wird im Landtag voraussichtlich am Donnerstagvormittag beraten.

 

Hintergrund:

 

Sachsen-Anhalt hat die höchste Rate an Raucherinnen und Rauchern unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen (36,4 Prozent der männlichen, 30,3 Prozent der weiblichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen). Besorgniserregend ist der Anstieg bei rauchenden Schwangeren in den letzten 18 Jahren von unter sechs auf 16,6 Prozent.

Redaktion

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