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Echter Wettbewerb zwischen Straße und Schiene wäre ein Gewinn für alle Reisenden


Die Freien Demokraten Sachsen-Anhalt setzen sich für die Aufhebung des
immer noch im Personenbeförderungsgesetz verankerten Bedienverbotes
ein. Dieses erlaubt momentan nur direkte Fernbusfahrten auf Strecken,
die länger als 50 Kilometer sind oder für die die Bahn mehr als 60
Minuten benötigt. Fernbusunternehmen dürfen diese Routen also nicht
bedienen.

"Wettbewerb sorgt für attraktivere Angebote. Eine echte
Wahlmöglichkeit zwischen Bus und Bahn wäre deshalb besonders für
Strecken von Nutzen, die für Reisende bisher zeitlich oder preislich
verbesserungswürdig sind", so der Bundestagsabgeordnete und
Landesvorsitzende Frank Sitta. „Im Moment hat der jeweilige Anbieter
des Schienennahverkehrs – das ist meistens immer noch die Bahn – dort
weiterhin faktisch ein Monopol. Das sollte durchbrochen werden. So
würde endlich einen Service- und Preiswettbewerb mit anderen Anbietern
ermöglichen, bei dem der Kunde der Gewinner wäre.“

„Das wäre auch ein Lösungsansatz für die Herausforderungen im
ländlichen Raum Sachsen-Anhalts. Die Gewährleistung von Mobilität ist
dabei ein ganz wichtiges Thema“, sagt Yana Mark, ebenfalls Mitglied
des Landesvorstandes und Initiatorin eines entsprechenden Beschlusses
des Landesverbandes der Freien Demokraten. „In Orten, in denen
Mobilität nur durch ein eigenes Fahrzeug sichergestellt ist, sind
viele ältere Bürgerinnen und Bürger stark eingeschränkt.“ Auch
Jugendlichen fehle so die Flexibilität, die andernorts  eine
Selbstverständlichkeit sei. „Die Zulassung von alternativen Anbietern
auf Strecken zwischen vielen kleinen Ortschaften wäre eine neue Chance
für die Regionen, deren Anschluss an das bestehende Streckennetz
unzureichend ist.“ Zudem würde man so einen weiteren entscheidenden
Anreiz zum Wechsel vom Individualverkehr zum umweltfreundlicheren ÖPNV
schaffen, erklärt Mark abschließend.

Redaktion

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