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Noch keine Eins fürs Schulessen

Die landesweite Umfrage der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung stellt den Einrichtungen im Land insgesamt ein gutes Zeugnis aus. „Es gibt zahlreiche positive Entwicklungen. Die Zahl der Kinderküchen in Kitas hat sich verdreifacht, es gibt deutlich mehr Trinkbrunnen und die Preisentwicklung liegt unter dem Bundesdurchschnitt. Aber im Bereich der Qualität sehe ich noch Verbesserungsbedarf. Für die Note eins reicht es noch lange nicht aus“, sagt Cornelia Lüddemann kinderpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

„Nur etwa ein Drittel der Kitas legen Qualitätsstandards für das Essen fest. Nur die Hälfte der Einrichtungen kennt überhaupt einschlägige Empfehlungen etwa der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Das muss sich ändern. Deshalb setzt sich meine Fraktion im Zuge der Überarbeitung des Kita-Gesetzes dafür ein, die Empfehlungen der DGE für die Einrichtungen im Land verbindlich zu machen. Dann setzt sich bei Vergaben nicht der billigste Caterer durch, sondern Qualität spielt in der Entscheidung eine größere Rolle“, erklärt Lüddemann.

 „Was für die Kitas im Land gilt, betrifft auch die Schulen. An der Qualität der Verpflegung dort ist weiter zu arbeiten“, fordert Wolfgang Aldag, bildungspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

„Auch die Rahmenbedingungen der Mahlzeiten müssen verbessert werden. Wenn die Essenspause oftmals nur 30 Minuten beträgt, dann ist das definitiv zu kurz. Zu einer gesunden Schule gehört neben einer ausgewogenen Ernährung auch Bewegung. Die Mittagspause muss für beides reichen: in Ruhe zu essen und dann draußen spielen. Hier sind Schulleitung, Eltern und Schülervertreter*innen gefragt, darauf zu achten“, appelliert Aldag.

Die Vernetzungsstelle sensibilisiere mit ihren Beratungsangeboten immer mehr Kitas und Schulen für das Thema. Dies zeige die Bedeutung ihre Arbeit, betonen beide Abgeordnete abschließend.

Redaktion

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