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Ruth Kastner, Valerie Wilms (MdB) und Andreas Tietze (MdL) präsentieren eine Grüne Alternative zur A20

Ruth Kastner, Valerie Wilms (MdB) und Andreas Tietze (MdL) präsentieren beim heutigen Pressefrühstück eine Grüne Alternative zur A20.

Ruth Kastner erklärt den Grünen Vorstoß: „Trotz starker Unterstützung durch große Teile in Politik und Wirtschaft tritt der Weiterbau der A20 ab Bad Segeberg mit Elbquerung bei Glückstadt seit Jahren nahezu auf der Stelle. Ursache dafür sind grobe Planungsfehler im einst CDU-geführten Verkehrsministerium, immer neue Klagen und langwierige Gerichtsverfahren,  sowie die fehlenden Mittel zur Finanzierung eines Elbtunnels.“

 

Hintergrund der heutigen Präsentation ist ein Beschluss des Landesparteitags in Brunsbüttel vom Mai 2014. Der Grüne Landesvorstand wurde aufgefordert, ein Konzept für den „Weg nach Westen: Für eine leistungsstarke finanzierbare Verkehrsinfrastruktur“ (siehe http://gruenlink.de/t01) zu entwickeln.

 

Kastner fasst die Vorgaben dieses Beschlusses noch einmal zusammen: „Leitgedanken für eine Grüne, nachhaltige Mobilitätspolitik sind: Ausbau entlang bestehender Landes- und Bundesstraßen,  Meidung natursensibler Gebiete, Ausbau nach dem Minimalisierungsprinzip – oft reichen bei mäßigem Verkehrsaufkommen drei Spuren zum wechselseitigen Überholen.  Auch eine schonungslose Bilanz der finanziellen Möglichkeiten (verfügbare Steuergelder) gehört dazu. Wie ein guter Unternehmer müssen wir kalkulieren,  was sich unser Land noch leisten kann und will. Dabei müssen wir Prioritäten setzen, welche Investitionen wichtig sind. Darüber hinaus streben wir einen Infrastrukturfrieden an.“

 

Weiterhin führt sie aus: „Für uns Grüne steht ein leistungsfähiger Nord-Süd-Verkehr im Vordergrund. Wir sehen aber auch den Bedarf für eine Ertüchtigung der Ost-West-Verbindung. Das Industriegebiet Brunsbüttel und die Westküste brauchen schnell einen verbesserten Anschluss an das Verkehrsnetz.

 

 

Grüne Ost-West-Verbindung

 

Deshalb schlagen wir Folgendes vor:

 

·                    vorwiegend dreispuriger Ausbau der B 206 ab A 7 bis Itzehoe

·                    Umgehung Wrist

·                    nördliche Umgehung Itzehoe

·                    Anschluss und vorwiegend dreispuriger Ausbau der B 5 nach Brunsbüttel. 

 

Der Landtagabgeordnete Andreas Tietze ergänzt: „Für eine Elbquerung Brunsbüttel – Cuxhaven gibt es zwei Optionen: Eine Fährverbindung oder auch ein Tunnel. Auf niedersächsischer Seite bestünde bei Cuxhaven ein Anschluss an die bereits bestehende A 27. Die 700 Millionen Euro teure und neue Teilstrecke der A20 südlich der Elbe bis Bremerhaven wäre damit überflüssig. Dieser Einspareffekt gäbe einen finanziellen Spielraum bei der geplanten Elbquerung. Auch wenn ein Tunnel bei Brunsbüttel gut 200 Mio. teurer wäre als jener bei Glückstatt, entstünde noch immer eine Einsparung von 500 Mio. Euro.“ 

 

Die Bundestagsabgeordnete Valerie Wilms erläutert den dringend erforderlichen Paradigmenwechsel in der Verkehrspolitik; „Die begrenzten zur Verfügung stehenden Geldmittel müssen dringend in den Erhalt der vorhandenen Verkehrswege gesteckt werden. Den Raubbau an der Substanz zu Lasten unserer nachfolgenden Generationen können wir uns nicht mehr leisten. Die Geldmittel müssen in den Erhalt der Rader Hochbrücke und der Fehmarnsundbrücke.

 

Vorsitzende Ruth Kastner fasst die Vorzüge des Grünen Wegs nach Westen zusammen:  „Angesichts der verkehrlich und finanziell angespannten Situation halten wir Grüne unseren Vorschlag  für die konsequentere Lösung.  Unsere Variante verbindet lokale Ziel- und Quellverkehre. Jeder Streckenabschnitt hat für sich allein schon einen verkehrlichen Nutzen. Die Grüne Variante ist kostengünstiger, sie ließe sich schneller realisieren und ist vor allem viel umweltfreundlicher.   

 

Über den hier vorgelegten Vorschlag werden wir intensiv in der Partei mit Wissenschaft und Wirtschaft, mit Umweltverbänden und BürgerInnen diskutieren.  Das Papier geht in unsere Zukunftswerkstatt „Schleswig-Holstein 2050“. Die startet am 1. November mit einer Auftaktveranstaltung in Neumünster und leitet einen zweijährigen Prozess ein.

 

 

Redaktion

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