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Oliver Kumbartzky: Projekt zur Katzenkastration und Aufklärungskampagne müssen weiter fortgeführt werden

Oliver Kumbartzky: Projekt zur Katzenkastration und Aufklärungskampagne müssen weiter fortgeführt werden

 

Zu TOP 21 und 32 (Anträge Katzenkastrationen) erklärt der tierschutzpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Oliver Kumbartzky:

 

„Wir debattieren heute zum einen über einen Antrag, der bereits im November 2013 auf der Tagesordnung stand und zum anderen über einen neuen Antrag der Piraten. Die Piraten fordern, ein Abschussverbot für freilaufende, verwilderte oder herrenlose Katzen im Landesjagdgesetz zu verankern.


Eingangs möchte ich feststellen, dass das Problem einer vergrößerten Wildkatzen-Population seit einigen Jahren bekannt ist und dass endlich etwas getan werden musste.


Für Menschen sind diese Überpopulationen nicht wirklich gefährlich, für heimische Kleintier- und Vogelarten werden sie aber immer mehr zu einer Bedrohung. Man geht derzeit von 75.000 wildlebenden Katzen aus, diese haben einen Einfluss auf unser ökologisches System.

 

Auch aus Tierschutzgründen musste und muss etwas gegen dieses Problem unternommen werden. Die meisten wildlebenden Katzen leiden unter mangelnder Ernährung oder, weil sie von Hauskatzen abstammen, an vielen gesundheitlichen Beschwerden.


Die FDP-Fraktion begrüßt, dass das Land ein Projekt initiiert hat, das auf einem Modellvorhaben aus Nordfriesland aufbaut. Die Kastration von Katzen wird unter bestimmten Kriterien finanziell unterstützt. Und zwar geschieht dies in den Zeiträumen 15. Oktober bis 14. November 2014, vom 15. Februar bis 31. März 2015 und vom 1. bis zum 30. September 2015.


Fangjäger sind aufgefordert, die gefangenen Katzen bei den zuständigen Behörden abzuliefern. Die Katzen können dann dem Projekt zugeführt werden.

 

An dieser Stelle will ich auch auf die Forderung der Piraten eingehen, was die Forderung eines Abschussverbotes betrifft. Fakt ist, dass nicht jeder Jäger Katzen schießen darf. Das dürfen nur Jagdschutzberechtigte, die extra ausgebildet wurden, sowie Revierpächter. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Jäger gerne Katzen tötet, aber für den Artenschutz ist es unausweichlich. Zudem ist es so, dass aufgrund einer Änderung des Jagdgesetzes seit mehreren Jahren untersagt ist, gefangene Katzen zu töten.

 

Wir brauchen über die beschriebenen Maßnahmen hinaus eine breit angelegte Aufklärungskampagne. Es sollte aus unserer Sicht zudem verstärkt an die Tierärzte herangetreten werden, die die Besitzer von nicht-kastrierten Katzen über die Probleme aufklären sollten.


Bei 75.000 Katzen bringen uns 5.000 Kastrationen im Jahr nicht wirklich weiter. Es muss aber etwas geschehen. Positiver Effekt neben dem Schutz der Vogelwelt wäre übrigens auch die Verringerung der finanziellen Belastung der Tierheime und der Kommunen.“

 

Redaktion

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