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Heiner Garg: Die Zeit ist reif

Heiner Garg: Die Zeit ist reif

 

In seiner Rede zu Top 20+21 (Anträge zur Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften mit der Ehe) erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Heiner Garg:

 

„Ich freue mich, dass es gelungen ist, einen gemeinsamen Antrag derjenigen Fraktionen hinzubekommen, die sich schon immer für die völlige Gleichstellung von Lesben und Schwulen eingesetzt haben. So soll mit dem heutigen Tag auch ein Signal an alle Eltern ausgesendet werden, die sich liebevoll um ihre Kinder kümmern. Sie sollen keine schlaflosen Nächte haben, weil sie fürchten müssen, dass ihre Kinder aufgrund ihrer sexuellen Identität es schwerer im Leben haben werden. Denn wofür wir eintreten ist klar: Wir wollen gesellschaftliche Normalität, wir wollen keine Sonderregelungen. Wir wollen, dass sich Lesben und Schwule nicht mehr als Menschen zweiter Klasse fühlen müssen, nur weil ihnen Rechte vorenthalten werden. Dafür brauchen wir die völlige Gleichstellung in allen Lebensbereichen. Auch für Lesben und Schwule ist es völlig normal eine Familie zu haben und glücklich zusammenzuleben.

Ich begrüße daher ausdrücklich, dass sich nun auch die Nord-CDU für die Gleichstellung einsetzt. Dafür gilt ihnen mein Respekt und meine Anerkennung und dafür sage ich auch danke. Die Antwort des Vatikans auf das Ergebnis des Irischen Referendums – die von Zweidritteln der Bevölkerung befürwortete Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften – sei ‚eine Niederlage für die Menschheit’, muss nicht näher kommentiert werden. Enttäuschend und perfide sind die Versuche der saarländischen Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer neue Ängste in der Bevölkerung zu schüren. Nachdem bei uns in Deutschland die vollkommene Gleichstellung für bis zu 70 Prozent der Menschen etwas völlig Selbstverständliches wäre, sollte sich Politik geschlossen an die Umsetzung machen. Wer hingegen, wie Frau Kamp-Karrrenbauer, Parallelen zu Polygamie und Inzest zieht, zeigt sich verantwortungslos. Das ist schlicht unanständig.

Lassen sie uns mit dem gemeinsamen Antrag ein starkes und geschlossenes Signal nach Berlin senden. Die Zeit ist reif für die Öffnung der Ehe für alle, für vollständige Gleichstellung.“

 

Redaktion

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