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Neonazistische Organisation Weiße Wölfe Terrorcrew hat Verbindungen nach Thüringen

König: Neonazistische Organisation „Weiße Wölfe Terrorcrew“ hat Verbindungen nach Thüringen

 

Zum heutigen Verbot der militanten Neonazi-Organisation „Weiße Wölfe Terrorcrew“ durch Bundesinnenminister de Maizière erklärt Katharina König, Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: „Die ,Weiße Wölfe Terrorcrew‘ zeigte bereits mit ihrem Namen ihr Programm. Militante, gewalttätige, bundesweit vernetzte Neonazis mit engen Kontakten nach Thüringen. Bereits in den vergangenen Jahren hat die Linksfraktion mehrfach auf entsprechende Verbindungen der Neonazi-Organisation nach Thüringen hingewiesen, die Kontakte des ,Landesorganisationsleiters‘ der Partei ,DIE RECHTE‘, Michel Fischer, zur ,Weiße Wölfe Terrorcrew‘ waren offensichtlich.“

Die Neonazi-Gruppierung „Weiße Wölfe Terrorcrew“ (WWTC) habe sich im Jahr 2008 um die Band „Weiße Wölfe“ gebildet, die in ihren Liedtexten u.a. zu Terror gegen Geflüchtete aufrufe. Die Struktur aber auch die Verbindungen der „WWTC“ auf bundesweiter Ebene seien vergleichbar mit dem „Thüringer Heimatschutz“, so König, die ebenso auf die ideologische Verbindung und Bezugnahme der „Weiße Wölfe Terrorcrew“ auf „Combat 18“, dem militanten Arm von „Blood & Honour“, hinweist.

„In Thüringen ist mittlerweile bekannt, dass ein eigener kleiner Ableger existiert, der offenbar eng mit der Partei DIE RECHTE verflochten ist. Die Partei wies bereits 2013 auf ihrer Homepage darauf hin, dass eine Berliner Demonstration durch eine ,WWT-Sektion Thüringen‘ mit einem ,anspruchsvollen Redebeitrag‘ bereichert worden ist“, so die Abgeordnete. In der Vergangenheit seien auch Thüringer Neonazis hinter Transparenten der Gruppe WWTC gelaufen. Bei der Demonstration am 1. Mai 2014 in Plauen sei von Fischer ein entsprechender Block angeführt worden.

Dass neben den Durchsuchungen in mehreren Bundesländern auch eine Razzia in Erfurt stattgefunden habe, sei nicht verwunderlich, da Anhänger der Gruppe WWTC im Weimarer Land und Erfurt wohnhaft seien. Nach Kenntnis von König gehöre der in Erfurt durchsuchte Neonazi Michael Z. seit Jahren zu den umtriebigsten Neonazis in Thüringen, er sei auch in den letzten Monaten bei zahlreichen Demonstrationen als „Einheizer“ am Mikrofon aufgetreten. Er weise Verbindungen zur militanten neonazistischen Partei „DER III. Weg“, aber auch zum mutmaßlichen NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben auf, 2009 soll er an einem Thüringer Leitfaden zur Begehung von neonazistischen Straftaten bei politischen Gegnern beteiligt gewesen sein.

„Militante Neonazi-Organisationen und Netzwerke sind weiterhin bundesweit aktiv“, so König. „Erneut beweist sich, dass Antifaschist_innen mit ihren Warnungen richtig liegen, erneut ist die Gefährlichkeit von Neonazi-Organisationen belegt. Was wir benötigen, ist eine breite gesellschaftliche Distanzierung von rassistischen, neonazistischen und antisemitischen Positionen und Aktionen, gepaart mit konsequentem Handeln der Zuständigen“, fordert die Abgeordnete abschließend.

Redaktion

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