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Gewalt und Mobbing an Schulen – es darf nicht weggeschaut werden

Seit einigen Monaten wird verstärkt über Gewalt und Mobbing an Schulen diskutiert. Der bildungspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Torsten Wolf, ist sich sicher, Schulen sind ein Spiegel unserer Gesellschaft. „Gewalt und Mobbing an Schulen sind keine Massenphänomene. Schüler und Lehrer gehen in Thüringen angstfrei an ihren Lern- und Arbeitsort. Trotzdem sind einzelne Vorfälle alarmierend.“

 

„Wenn ein Schüler einen anderen Schüler im Unterricht niedersticht, um mal zu erleben, wie sich das anfühlt, dann erschreckt das nicht nur, sondern macht auch deutlich: es gibt Handlungsbedarf“, so Torsten Wolf. Er verweist darauf, dass über Medien, soziale Netzwerke und Elternhäuser Probleme an die Schulen getragen werden, die einem guten und gewaltfreien Schulklima widersprechen. „Hier handeln die Schulpsychologen, die Schulsozialarbeiter und die Lehrer, um Schule nicht zu einem Ort der persönlichen oder gesellschaftlichen Konfliktlösung werden zu lassen“, betont der Abgeordnete.

 

Schüler und Lehrer sollten sich zunehmend in einer Lern- und Entwicklungsgemeinschaft begreifen. In einer wertschätzenden und demokratischen Schulkultur, darin sei sich die Bildungswissenschaft einig, gelinge es besser als in hierarchisch aufgebauten Lern- und Schulprozessen, Konflikte zwischen Schülern sowie zwischen Schülern und Lehrern aufzunehmen und mit pädagogischen Maßnahmen oder Ordnungsmaßnahmen zu bewältigen. „Wir als Regierungsfraktionen werden das Thüringer Schulgesetz im Bereich Demokratisierung von Schule so weiterentwickeln, dass Lehrer, Schüler und Eltern ihre Interessen im Konsens weiter lösen können. Hier hat Thüringen, auch im Vergleich zu anderen Bundesländern, noch Nachholbedarf“, so der Bildungspolitiker.

 

Redaktion

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