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Studierende in der Pandemiesituation unterstützen

Bezugnehmend auf den heute veröffentlichten offenen Brief der Landesstudierendenvertretung an den Thüringer Wissenschaftsminister Tiefensee und Wissenschaftsstaatssekretär Feller, erklärt Christian Schaft, hochschulpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Landtag: „In den letzten Wochen wurde mir in Gesprächen mit Studierendenvertretungen geschildert, dass der Druck durch die Pandemie gestiegen ist - sozial wie auch psychisch. Die Sorgen und Problemanzeigen der Studierenden müssen wir ernst nehmen und mit ihnen Lösungen zur Verbesserung der Situation finden. Wir dürfen sie nicht einfach vom Tisch wischen.“

 

Ziel müsse sein, pandemiebedingte Nachteile für Studierende so weit wie möglich zu verhindern. „Mit schnell ausgezahlten Mitteln zur Digitalisierung, dem Sozialdarlehen für Studierende in Not, dem Erlass von Langzeitstudiengebühren im Sommersemester und anderen Maßnahmen wurden im Sommersemester wichtige Schritte gemacht. Aber die Pandemie hält an und wirkt sich weiterhin auf den Studienalltag aus. Deshalb müssen wir die Anstrengungen zur Unterstützung der Studierenden intensivieren“, so Schaft weiter.

Die Aussetzung der Langzeitstudiengebühren durch eine entsprechende und vorgesehene Anpassung des sogenannten Mantelgesetzes würde bereits einigen Studierenden helfen.

Schaft begrüßt auch die Forderungen der Studierenden nach einer Neuauflage der gemeinsamen Erklärung der Hochschulen und des Landes aus dem Sommersemester. „Das Land und die Hochschulen haben im Sommersemester in einer gemeinsamen Vereinbarung den Studierenden zugesagt, dass ihnen keine pandemiebedingten Nachteile entstehen und flexible Lösungen gefunden werden sollen. Das muss auch für das Wintersemester gelten. Denn unter den aktuellen Bedingungen ist studieren im Umfang eines ‚normalen Semesters‘ kaum zu bewältigen. Damit pandemiebedingte Einschränkungen nicht zum Nachteil werden, ist es notwendig, dass sich Hochschulen, Studierenden- und Beschäftigtenvertretungen sowie das Land auf eine gemeinsame Erklärung zum Umgang mit der Pandemie im Wintersemester und darüber hinaus verständigen“, erklärt Schaft. 

Auch die Forderung nach der Umwandlung des Sozialdarlehens in einen Vollzuschuss betrachtet Schaft als wichtige Erleichterung für Studierende. „Das könnte vielen, die nun durch den Verlust ihrer Nebenjobs oder anderer pandemiebedingter Einschnitte erneut in finanzielle Nöte geraten sind, weiterhelfen und in der Corona-Pandemie unterstützen“, so der Hochschulpolitiker. Er kritisiert, dass der Bund nur eine leichte Verbesserung an der immer noch unzureichenden Überbrückungshilfe vorgenommen hat und eine schnelle Öffnung des BAföG verweigert.

 

Redaktion

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