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Zum geplanten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler

Der Bundesrat hat heute dem Gesetz für einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler nicht zugestimmt. Dazu erklärt der bildungspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE Torsten Wolf: „Wir bedauern, dass es jetzt zu keiner positiven Entscheidung im Bundesrat gekommen ist, um den Auf- und Ausbau von Ganztagsangeboten an den Schulen weiter zu unterstützen.“

 

Thüringen ist heute in der Umsetzung von Ganztagsangeboten deutschlandweit das einzige Bundesland, welches die organisatorische und pädagogische Einheit von Grundschule und Hort in den letzten 30 Jahren bewahrt hat. „Die Stärke liegt in unseren ausgebildeten Erzieherinnen als Landesbedienstete und den guten Betreuungszeiten, welche sicherstellen, dass weit über 80 Prozent der Grundschülerinnen und Grundschüler an den Angeboten teilnehmen“, unterstreicht der LINKE-Bildungspolitiker.

 

Rot-Rot-Grün hat die Beschäftigungsanteile der Erzieherinnen und Erzieher von 2014 durchgehend 50 Prozent auf heute mindestens 80 Prozent angehoben und damit den Ganztag gestärkt. „Aber wir wollen noch besser werden. Mit der Unterstützung des Bundes wollen wir die Beschäftigungsanteile der ErzieherInnen an den Grundschulen regelhaft auf 100 Prozent anheben und mehr Personal einstellen“, so Wolf. Zudem setzt sich die LINKE für die Abschaffung der Hortgebühren ein. „Wir fordern deswegen, dass die finanzielle Unterstützung des Bundes für den Ausbau der Ganztagsangebote an unseren Schulen unbefristet gewährleistet wird. Welche Form der Ganztagsangebote schließlich an den Schulen umgesetzt wird, ob die gebundene (vollständige Rhythmisierung des Schulalltags bis in den Nachmittag) oder die teilgebundene Form (mehr Platz für außerschulische Aktivitäten am Nachmittag), das soll unserer Meinung nach weiterhin vor Ort durch die Schulkonferenzen, also durch die Eltern sowie durch die Schülerinnen und Schüler und PädagogInnen, entschieden werden“, so Torsten Wolf.

Redaktion

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